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Black Yaya: Freitag, 24. April 2015, 22 Uhr in der Passage 46


aktuelles Album: "Black Yaya" (VÖ 27.02.2015)

Zumindest was den Namen angeht, gehört Black Yaya zu den Neulingen in der Singer/Songwriter-Szene. Tatsächlich handelt es sich dabei allerdings um David Ivar, und der ist in Wahrheit alles andere als ein Newcomer. Vielmehr ist der Franzose mit schwedischem Pass seit über 15 Jahren fester Bestandteil des Duos Herman Dune, das in den Genres Indie- und Anti-Folk zu Hause ist und es auch international zu einiger Beachtung gebracht hat. Nach mehr als zehn Alben mit Herman Dune begibt sich Ivar nunmehr auf Solopfade und wird Ende Februar über City Slang sein Debütalbum - sofern man es als solches bezeichnen will - veröffentlichen.
Eines morgens im November 2012 soll David Ivar mit dem Gefühl aufgewacht sein, dass nun der Zeitpunkt gekommen wäre, seine Karriere als Musiker neu auszurichten. Ohne jeglichen Groll gegenüber Herman Dune, beschloss er künftig für sich selbst zu sprechen, anstatt sich hinter einer Band zu verstecken, die seinen Blick zumindest partiell eingeschränkt hatte. Unmittelbar nachdem er seine Entscheidung getroffen hatte, fühlte Ivar eine immense Inspiration und begann sich als Black Yaya völlig neu zu entfalten. "Es war als ob jemand eine Tür geöffnet hätte und es war die frischeste Luft am frischesten Morgen, die ich jemals geatmet hatte", so David Ivar heute. Nach einigen Monaten des Tingelns durch kleine Clubs war die Zeit gekommen, mit den neuen Songs ins Studio zu gehen. Um möglichst unabhängig zu sein und ohne Druck arbeiten zu können, beschloss er alle Instrumente selbst einzuspielen und auch weitgehend auf die technischen Möglichkeiten zu verzichten, die er bei den Aufnahmen mit Herman Dune genossen hatte. Alles sollte möglichst authentisch sein, ganz im Stil seiner großen Vorbilder Chuck Berry, Bob Dylan und John Lennon.
Dass sich der Schritt von David Ivar hin zur Solokarriere gelohnt haben dürfte, zeigen schon die ersten Songs aus dem selbstbetitelten Album. Ob man nun die funkigen Grooves von "Glad Tidings" nimmt, die optimistischen Harmonika-Töne aus "Watchman" oder das folkig-sanfte "Through The Deep Note", kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der Sänger und Gitarrist in punkto Kreativität nochmal kräftig zulegt hat. Jedenfalls ist die Scheibe nur so gespickt mit eingängigen Folk-Pop-Songs, die direkt ins Ohr gehen und eine neue und aufregende Episode für David Ivar alias Black Yaya markieren.