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Ian Fisher: Sonntag, 14. Oktober 2018, 20 Uhr im Swamp


aktuelles Album: "Idle Hands" (VÖ 30.08. 2018)

Geboren im ländlichen Amerika und mittlerweile seit Jahren in Europa beheimatet, wird Ian Fisher gerne als moderner Songwriter tituliert. Seine Musik ist inspiriert von Country und Folk, dem Songwriting der 70er-Jahre und nicht zuletzt durch die Platten-Sammlung seines Vaters. Das Gitarrespielen hat er sich selbst beigebracht, über tausend Songs geschrieben und fast ebenso viele Konzerte gespielt. Das Rolling Stone Magazine kommentierte, Ian Fishers Musik besitze ein politisches Bewusstsein, einen globalen Geist und eine wilde Stilvielfalt. "A world traveler's perspective on American Folk-Rock".
Mit seinem neuen Album "Idle Hands" etabliert sich Ian Fisher selbstbewusst als Songwriter mit klassischem Touch. Die Lieder erinnern an Künstler wie Bill Withers, Fleetwood Mac und Jackson Browne, während sich die Produktion an zeitgemäßen Acts wie Timber Timbre, Andy Shauf und Jason Isbell orientiert. Aufgenommen wurden die Songs in einem kleinen Studio umringt von Ostberliner Plattenbau, live eingespielt mit jener Band, die Fisher zuvor bei einer aufregenden Tour durch Italien begleitet hatte. Man spürt, dass die Musiker Zeit hatten, sich kennenzulernen, um nun souverän eine gemeinsame Idee zu verfolgen. Kein Instrument drängt in den Vordergrund, allein der Song gibt die Richtung vor. Streicher-Arrangements und Pedal Steel komplettieren das Ensemble, ergänzt von der dänischen Sängerin Ida Wenøe, deren einnehmende Stimme in einigen Background-Chören zu hören ist und der Musik eine besondere Note verleiht.
So überzeugt "Idle Hands" mit einem unmittelbaren, lebendigen und abwechslungsreichen Klang mit sanfter Note, wobei Fishers eindringliche Stimme die Grenze zwischen Persönlichem und Politischem verschwimmen lässt. "Idle hands do the devil's work", besagt ein altes Sprichwort. Die Sorge, nutzlos zurückgelassen zu werden, sei es im persönlichen oder sozialen Leben, ist daher ein allgegenwärtiges Thema des Albums. Mit "Idle Hands" erinnert uns Ian Fisher daran, wie wir uns schon dadurch nützlich machen, indem wir die Herausforderungen des alltäglichen Lebens meistern.