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Kristoffer And The Harbour Heads: Freitag, 02. Dezember 2016, 21 Uhr im Swamp


neues Album: "EX/EX" (VÖ 16.09.2016)

Kristoffer Ragnstam ist in Freiburg bereits sowas wie ein alter Bekannter. Schon 2008 gastierte er im Waldsee und konzertierte in den folgenden Jahren mit seiner Band Harbour Heads zwei weitere Male im Swamp. Nun kommen Kristoffer und seine beiden Mitstreiter Joel Lundberg und Emil Carlsson erneut in Freiburgs traditionellste Indie-Location und präsentieren ihr neues Album EX/EX das in Los Angeles aufgenommen und anschließend im Muscle Shoals Studio in Alabama gemixt wurde. Vorausgegangen war ein komplettes Jahr des intensiven Probens und Songschreibens mit ihrem Produzenten James Salter (Bruce Springsteen, The Raveonettes). Dabei war es ihr Ziel, ein zusammenhängendes Album aufzunehmen, nicht nur einzelne Songs, die zu einem Album zusammengesetzt werden. "Eine Band, die ihre eigene Stimme, Timing, Gefühl und Songs haben, interessiert mich. Da gibt es keinen Grund, ein solches Geschenk zu bearbeiten und zu manipulieren," berichtet James Salter.

Der Sound lässt sich als intensiver Elektro-Pop mit reichlich Drum Machines und Synthie-Klängen beschreiben , bei dem das Handgemachte nach wie vor hörbar das musikalische Herzstück bildet. Das gleiche Yamaha-Keyboard, welches Ragnstam auf einem Flohmarkt erwarb, ist übrigens auch auf vielen Songs von Beach House zu hören. Verglichen mit den vorherigen Veröffentlichungen des Göteborger Trios "Little Goes A Long Way" (2011) und "Hands" (2013) ist aber ein deutlicher Trend zu längeren und durchdachteren Songstrukturen erkennbar. Kristoffer Ragnstam erklärt, dass das neue Album inspiriert sei von Beziehungen, die in die Brüche gegangen sind, von hohen Hoffnungen und dem Mangel an Vertrauen.

Die erste Single "When You Say Stay" ist ein inhaltlich tiefgründiger Song zum Thema Migration. Das hervorragende Musikvideo wurde in Dresden gedreht, feierte auf stern.de Premiere und wurde jüngst mit dem Clip-Award des backup_festival Weimar ausgezeichnet. Es verbildlicht ausgesprochen gelungen die Emotionen, welche die Menschen in Bezug auf die noch immer brisante Flüchtlingsthematik in Europa bewegen. Bezüglich der Zebras, die sich im Video wie auch im Artwork des Albums wiederfinden, erklärt Ragnstam: "Farbenblinde Löwen identifizieren eine Herde Zebras als ein einziges, riesiges Tier. Ihre Streifen heben sie von allen anderen Tieren ab und gleichzeitig macht es sie als Herde stark. Wegen dieser Analogien musste ein Zebra ins Video!"