Men Among Animals: Samstag, 23. April 2011, 21 Uhr im Great
Räng Teng Teng
aktuelles Album: "Run Ego" (VÖ 12. 03. 2010)
Der Legende nach entstand der Name Men Among Animals im Jahr
2006 im Anschluss an einen Auftritt in einem Zoo im kanadischen
Montreal, wo nach Auskunft der Band die Zuhörerschaft
ausschließlich aus den dort lebenden Tieren bestand. Ob das so
seine Richtigkeit hat, soll an dieser Stelle dahingestellt bleiben.
Ganz ohne Zweifel ist jedoch die Tatsache, dass Dänemark schon seit
geraumer Zeit ein verlässlicher Garant für spannende Popmusik ist,
die sich auch abseits der abgelatschten Wege traut. Zu den
interessanten Bands, die auf den mitteleuropäischen Markt drängen,
zählen auch Men Among Animals, die exzellent experimentellen
Indiepop bieten, der mal rockig, mal psychedlisch, mal schräg, aber
immer irgendwie freakig daherkommt.
2007 veröffentlichten die fünf Dänen ihr Debütalbum "Bad Times,
All Gone", tourten in der Folge durch einen Großteil Europas
(Spanien, Norwegen, Holland, Belgien, Dänemark, Deutschland, die
Schweiz und England) und erspielten sich dabei den Ruf als
erstklassige und ungemein energetische Live-Band. Unter anderem
können Men Among Animals auf gefeierte Gigs beim Reeperbahnfestival
in Hamburg oder dem Roskilde-Festival in ihrer dänischen Heimat
verweisen. Im März 2010 folgte dann der Zweitling "Run Ego", der
über weite Strecken so klingt, als hätten sich Animal Collective
dazu durchgerungen, eine Reihe von unfehlbaren Hits zu produzieren.
Daneben erinnert die Band aber auch an die pathologisch
gutgelaunten Figurines, die Talking Heads, Clap Your Hands Say Yeah
oder die Flaming Lips. Ganz eindeutig ist der Hang zu
psychedelischen und experimetellen Sounds, der sich noch verstärkt
hat, seit Gitarrist Bo Christensen von einer Indienreise
zurückgekehrt ist und ein paar an fernöstliche musikalische
Tugenden erinnernde Arrangements mitgebracht hat. Der Sound wirkt
dennoch frisch, leicht und sonnengeschwängert und lädt dazu ein,
lässig mitzuwippen. Auf der ständigen Suche nach neuen Wegen in
ihrer Musik bleiben die Men Among Animals kreativ gesehen niemals
lange auf einem Fleck und schrecken auch vor Urwaldgetrommel und
affenähnlichem Gebrüll nicht zurück. War "Bad Times, All Gonne"
noch hellichter Tag, so ist "Run Ego" definitiv dunkle,
sternenklare Nacht.
Lasse Nielsen (Gesang und Gitarre)
Brian Bendsen (Bass und Gesang)
Bo Christensen (Gitarre und Gesang)
Rune Borre-Jensen (Drums und Percussion)
Janus Elsig (Gesang und andere Experimente)