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Moddi: Donnerstag, 1. Mai 2014, 21 Uhr im Great Räng Teng Teng


aktuelles Album: "Kaem Va Du?" (VÖ 11.10. 2013)

In seinem Heimatland Norwegen ist Pål Moddi Knutsen schon längst kein Geheimtipp mehr, sondern einer der großen Stars einer jungen Singer-Songwriter-Szene. 2010 kletterte sein Debütalbum "Floriography" in die Top-Ten der dortigen Charts, ehe er im darauffolgenden Jahr in den Kategorien "Bester Künstler" und "Newcomer des Jahres" gleich mit zwei Nominierungen für den norwegischen Grammy bedacht wurde. Nach zwei Jahren auf Tour und rund 250 Konzerten fühlte sich der 27-jährige Sänger und Songwriter aber derart ausgebrannt, dass er sich erstmal eine Auszeit in der südnorwegischen Einsamtkeit genehmigte und zunächst gar kein weiteres Album aufnehmen wollte. "Ich fühle mich komplett leer", ließ Moddi in Interviews verlauten. Doch ausgerechnet im Untergeschoss eines Studentenwohnheims fand er in einer Dusche aus Zement einen galaktischen Sound, der ihn dazu insprierte neue Songs zu schreiben.
"Set The House on Fire" lautet der Titel des zweiten Albums, das natürlich erneut auf intime Momente setzt und ihm wiederum zahlreiche Lobeshymnen für eine der schönsten norwegischen Folk-Pop-Produktionen einbrachte. Eine Weiterentwicklung ist dennoch nicht zu übersehen, traut er seiner leicht heiseren Stimme jetzt auch eine kräftige Portion Pathos zu, die durch den mal elegischen, mal poppig angehauchten Sound seiner Band unterstützt wird. Nur wenige Monate danach hat Moddi sogar nochmal nachgelegt und im vergangenen Herbst mit "Kaem Va Du?" eine weitere Scheibe, diesmal in norwegischer Sprache, veröffentlicht.
Inspiriert von alltäglichen Situationen, schreibt der sympathische Norweger traurigschöne und bewegende Songs voller skandinavischer Schwermut und Melancholie. Um dann zwischendurch zumindest für ein paar Takte wie ein brechender Damm inmitten eines Unwetters loszupoltern. Auf der Bühne entpuppt sich der eher introvertiert wirkende Wuschelkopf als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler, der es versteht, sein Publikum im Handumdrehen von seiner Musik und letzten Endes auch von sich selbst zu überzeugen.